Insuffizientes Knochenvolumen stellt eine der häufigsten Herausforderungen in der Implantologie dar. Ursachen sind unter anderem langjährige Zahnlosigkeit, parodontale Knochendestruktion sowie der Druck von herausnehmbarem Zahnersatz. Um eine erfolgreiche Implantatversorgung zu ermöglichen, stehen verschiedene chirurgische Verfahren zur Knochenaugmentation zur Verfügung — deren Evidenz und Indikationsstellung jedoch oft unklar bleiben.
Der Kurs vermittelt praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Behandlungskonzepte zur vertikalen und horizontalen Knochenaugmentation. Anhand klar strukturierter Protokolle werden Entscheidungskriterien vorgestellt, die auf Defekttyp, -konfiguration und Weichgewebssituation eingehen. Dabei wird erläutert, welches Transplantatmaterial (partikulär, Block, Knochenersatzmaterial, autologer Knochen oder Kombination) für welchen Defekt geeignet ist.
Die Teilnehmer erhalten einen umfassenden Überblick über etablierte und aktuelle Techniken — von einfachen bis hin zu komplexen Fällen — und lernen, welche Methoden vorhersagbare Ergebnisse liefern, welche Komplikationen auftreten können und wie diese vermeidbar sind. Zudem wird diskutiert, ob autologer Knochen weiterhin als Goldstandard gilt oder ob gleichwertige Alternativen bestehen und welche Optionen es jenseits der klassischen Knochenaugmentation gibt.
Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmer in der Lage, evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen, Behandlungsergebnisse realistisch einzuschätzen und ihre Patienten kompetent über Möglichkeiten und Grenzen moderner Augmentationstechniken zu beraten.
16.09.2026
14:00–18:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 5
Freie Plätzegenug
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