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Oralchirurgisches Kompendium Modul 6

Rechtssicherheit - Aufklärung - Dokumentation

Kursbeschreibung

Die relevanten Inhalte des Seminars lassen sich durch folgende Statements zusammenfassen:

  • Bei Behandlungsfehlern im engeren Sinne (also Fehler bei der Diagnostik oder Therapie) sind wir viel besser geschützt, als im Bereich der Aufklärungs- und Dokumentationspflicht, denn die Beweislast für den gesundheitlichen Schaden, die Sorgfaltspflichtverletzung und die Kausalkette liegt beim Patienten. Für Aufklärung und Dokumentation dagegen bei uns.

  • Das PRG (Patientenrechtegesetz) hat im Bereich unserer Behandlung wenig verändert, im Bereich der Aufklärung und Dokumentation dagegen sehr viel.

  • Konfektionierte Aufklärungsformulare bieten eine sehr schwache Rechtssicherheit! Gerichte haben eine ausgeprägte Skepsis gegenüber dem Beweiswert von standardisierten Formularen, denn sie wollen das vertrauensvolle Vier-Augen-Gespräch.

  • Rechtlich muss die Aufklärung nicht schriftlich erfolgen oder unterschrieben werden. Im Gegenteil wollen Richter das vertrauensvolle Gespräch zwischen Arzt und Patient, „das möglichst von jedem bürokratischen Formalismus, zu dem auch das Beharren auf einer Unterschrift des Patienten gehören kann, frei bleiben...". Aber die Aufklärung muss dokumentiert sein!

  • Die Dokumentation sollte authetisch sein. Längere Prosatexte verfehlen die Glaubhaftmachung! Und für einen med. Sachverständigen nachvollziehbare Kürzel gehen außerdem schneller und lassen sich in den Behandlungsalltag integrieren.

  • Die Aufklärung für einen ambulanten Elektiveingriff kann am Tag des Eingriffs erfolgen. Aber: Je geringer die Dringlichkeit und je größer der Umfang des Eingriffs und der Risiken, desto eindeutiger ist eine Frist von min. 24h einzuhalten.

  • Statt Notfall sollte man bei Eingriffen, die kein diesbezügliches Zeitfenster zulassen, von „nicht aufschiebbarem Eingriff“ sprechen.

  • Eine Selbstbestimmungsaufklärung soll/muss (nahezu) immer erfolgen!

  • Für den Patienten soll eine Güterabwägung mit Entscheidung zum Wohle der Gesundheit erzielt werden.

Kurs-Nr.: 20.208116

Datum

18.11.2020

Zeit

14:00–18:00 Uhr

Ort

Landeszahnärztekammer RLP
Langenbeckstr. 2 (3. OG)
55131 Mainz

Gebühr pro Person:

€ 160,00

Fortbildungspunkte: 5

Freie Plätze

genug

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